Circa 20 km von Belfast, der größten Stadt Nordirlands,
entfernt liegt Lisburn.
Lisburn wurde 1609 gegründet und ist
seit dem 17. Jahrhundert ein Zentrum der Leinenindustrie. Die Stadt beherbergt
das bekannte Leinenmuseum Irish Linen Centre sowie das Lisburn Museum. Hier erhalten
die Besucher unter anderem einen Einblick in die Stadtgeschichte sowie in die
Geschichte der irischen Leinenindustrie.
Irisches Damastleinen ist auf Grund seiner außerordentlichen
Qualität auf der ganzen Welt bekannt. Das Museum zeigt neben historischen
Leinenwaren (Kostüme, Kleider etc.) auch die traditionelle Herstellung, erfahrene
Spinner zeigen ihr handwerkliches und künstlerisches Können. Eindrucksvolle
Erinnerungsstücke finden sich im Museumsladen. Auch die wechselnden Ausstellungen,
wie beispielsweise Flora und Fauna aus der Region sowie Werke einheimischer
Künstler, locken zahlreiche Besucher an. Beliebt sind außerdem die geführten Touren
durch die historischen Gärten (Schlossgarten).
Einen Besuch wert ist auch
das Island Arts Centre, das künstlerische Zentrum von Lisburn, das für Besucher
jeden Alters interessante Attraktionen bietet, wie beispielsweise Werkstätten für
Kinder und Erwachsene, Tanz- und Multimedia, Galerien, Skulpturen und Gärten. Das
Insel Cafe sorgt für das leibliche Wohl der Gäste. Bei einem Rundgang durch
das historische Viertel von Lisburn gibt es weitere Sehenswürdigkeiten zu entdecken,
unter anderem das Castle House, die Castle Gardens, die Statue von Brigadier General
John Nicholson und die Kathedrale. Auch in der Umgebung von Lisburn befinden sich
attraktive Ausflugsziele. Das Hillsborough Castle aus dem späten 18. Jahrhundert war
Schauplatz des Karfreitagsabkommens und ist Residenz der königlichen Familie bei
Besuchen in Nordirland. Auch Sitzungen zwischen dem ehemaligen Premierminister Tony
Blair und den amerikanischen Präsidenten Clinton und Bush fanden im Hillsborough
Castle statt. Ein Highlight sind auch die Schlossgärten, die unter anderem den
größten Rhododendronbusch von Europa beherbergen. Weitere Schätze von Hillsborough
sind zum Beispiel das Hillsborough Fort, das Gerichtsgebäude und die St. Malachy's
Kirche.
Ein Erlebnis ist auch der historische Bauernhof
Brookhall mit dem dazugehörigen Museum, das beispielsweise landwirtschaftliche
Maschinen aus längst vergangenen Zeiten zeigt. Nach einem erholsamen Spaziergang
durch die wunderschöne Natur lädt das Bauernhof Teehaus mit seinen hausgemachten
Köstlichkeiten zum Verweilen ein. Für Kinder sind sicherlich die Bewohner des
Bauernhofs am interessantesten (Kühe, Schafe, Schweine, Esel, Gänse, Ziegen etc.).
Das Ballance House, der Geburtsort des
früheren neuseeländischen Premierministers John Ballance, befindet sich in Glenavy.
Heutzutage sind im Ballance House unterschiedliche (wechselnde) Ausstellungen
untergebracht.